Winterzeit ist Lesezeit

„Ich und Earl und das sterbende Mädchen“ hat mich interessiert, da ich dabei zurückdenken musste an Bücher von John Green und an eines meiner Lieblingsbücher: „Beim Leben meiner Schwester“. Wie einige von euch sich jetzt sicher denken können, handelt es sich um ein Buch mit dem Thema Leukämie bei einem jungen Mädchen. Ein Thema, das ich interessant, schrecklich und berührend zugleich finde.
Jesse Andrews Buch ist allerdings ganz anders als erwartet – es ist weder ernst, noch besonders dramatisch. Die Handlung ist (bis auf die besondere Situation) sehr gewöhnlich und alltäglich.
Das Buch ist sehr individuell geschrieben. Der Autor schreibt ab und zu im Drehbuchstil, was mir sehr gut gefallen hat. Auch der Rest des Buches ist sehr einfach und flüssig zu lesen geschrieben. Als ungewohnt und etwas anstrengend habe ich die immer wieder auftauchenden Kommentare des Autors empfunden, der immer wieder sein eigenes Buch „beleidigte“. Ziemlich absurd.
Die Hauptcharaktere sind etwas gewöhnungsbedürftig. Ich finde es komisch, ein Buch zu lesen, dessen Hauptfigur einem so dermaßen unsympathisch ist. Greg ist ein ziemlich widerlicher Teenager und auch sein Freund Earl würde sicher nicht mein bester Freund werden. Trotzdem hat das Buch etwas besonderes, charakteristisches, das es durchaus lesenswert macht.


Das Buchcover und auch das innere Layout gefällt mir gut. Ich mag den Widerspruch der fröhlichen Pastelltöne des Covers und des eigentlich ernsten themas des Buches (welches ja dann sowieso nicht besonders ernst aufgearbeitet wurde).

Ich würde das Buch als sarkastisch und humorvoll bezeichnen. Es ist definitiv originell und auch ein bisschen philosophisch und „lebenssinn-suchend“. Was es sicher nicht ist, ist eine Liebesgeschichte. Wer darauf hofft, sollte das Buch besser nicht zur Hand nehmen. Wer aber einfach mal etwas ganz anderes lesen möchte, für den ist das genau das richtige Buch!
Bestellen könnt ihr es zum Beispiel hier.

Hier nochmal die Inhaltsangabe:

"Ein Junge, der Filme dreht. Ein Mädchen, das stirbt. Eine Geschichte, die einen nicht mehr loslässt

Was Greg mag: sich in der Schule so unauffällig zu verhalten, dass er nahezu unsichtbar wird. Gelegentlich mit seinem Freund Earl einen Film zu drehen. Seine Ruhe. Was er nicht mag: die Idee seiner Mutter, der todkranken Rachel beizustehen. Womit er nicht gerechnet hat: Rachel selbst, die keinen braucht, der sie bemitleidet, und die ihre ganz eigene Vorstellung von jenen Tagen hat, die ihre letzten sein könnten …

Die Taktik des siebzehnjährigen Greg ist ganz klar: Sich möglichst aus allem raushalten, so übersteht man die Highschool-Jahre am besten, ohne in irgendeiner unliebsamen Clique zu stranden. Einzig mit dem zynischen Earl ist Greg befreundet – wobei »befreundet« es nicht ganz trifft. Earl und er haben vielmehr ein gemeinsames Projekt. Sie drehen Filme, in denen sie den Klassikern der Filmgeschichte nacheifern. Als Gregs Sandkastenfreundin Rachel an Leukämie erkrankt und Greg sich »um sie kümmern« soll, sieht er nur eine Chance, dem Auftrag nachzukommen und gleichzeitig seinen Prinzipien treu zu bleiben: Greg und Earl drehen einen Film für Rachel. Und irgendwann währenddessen kommt Greg dann doch aus der sicheren Distanz hinter der Kamera hervor und nimmt von Rachel Abschied …" (Quelle: Amazon)



Vielen Dank an Heyne fliegt und BloggdeinBuch für das kostenlose Exemplar! Kann ich jedem Blogger nur empfehlen. :) 

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